Stolperstein III – flipped classroom mit MS Forms, Book Creator & Co

Vor einigen Wochen tauchte in meiner Twitter-Timeline die Frage auf, ob flipped classroom auch in der Grundschule denkbar und möglich ist. Ich antwortete zunächst einmal, dass es oft daran scheitert, dass die Kinder noch keinen eigenen Geräte besitzen und auf die ihrer Eltern angewiesen sind.

Seitdem arbeitet es in meinem Kopf und wieder einmal mache ich mich auf den Weg um es auszuprobieren. Als erstes frage ich meine Klasse, wer Zugang zu einem Smartphone, Tablet, etc. hat. Alle melden sich. Dann horche ich mit Hilfe meiner Klassenelternsprecherin einmal bei den Eltern vor, ob es auch von ihrer Seite möglich und ok wäre. Wieder ein überwiegendes Ja.

Also teste ich es aus. Ich erstelle mit MS Forms ein kurzes Quiz zu den aktuellen Rechtschreiblernwörtern mit verschiedenen Aufgabenformaten, gebe es für alle frei, verkürze die URL und lasse sie als Hausaufgabe aufschreiben. Es folgen intensive Diskussionen, wie sie am Handy vorgehen müssen, wo sie die URL eingeben sollen und ob das jetzt ein O oder eine 0 ist.

Schon am Abend kann ich bequem von zuhause sehen, wer die Hausaufgaben gemacht hat und wie sie ausfällt. Am nächsten Tag reflektieren wir in der Klasse: Alle sind begeistert und wollen es nochmal machen, bitten teilweise um freiwillige Hausaufgaben, nur ein Kind hat die URL nicht richtig abgeschrieben und konnte es deswegen nicht machen.

Zwischenfazit:
1. Es ist möglich. In meiner Klasse haben alle Kinder Zugang zu den benötigten Geräten. Eltern und Horterzieherinnen unterstützen.
2. Die Anfangsmotivation bei den Kindern ist (mal wieder) hoch. Hausaufgaben können auch Spaß machen.
3. Es ist angenehm, die Hausaufgaben schon am Vorabend kurz überfliegen zu können, häufige Fehler festzustellen und das am nächsten Tag im Unterricht sofort zu thematisieren.
4. Die Ergebnisse der Hausaufgaben werden bei entsprechendem Aufgabenformat hübsch bunt aufbereitet. Die Kinder lernen nebenbei Diagramme zu lesen.
5. Viele Aufgabenformate sind mir zu geschlossen, z.B. multiple choice. Ich suche nach offenen Formaten, davon gibt es wenige. Mit den vorhandenen Aufgabenarten werde ich wohl noch etwas Experimentieren bis ich einen guten Mix gefunden habe.

Ausblick:
Nachdem die Kinder MS Forms kennen und nutzen gelernt haben, kann ich einen Schritt weitergehen. Jetzt gerade passt es, ich bin aber gespannt wielange noch. Ich suche noch nach einem Tool, bei dem ich oder die SuS kurze Aufgaben oder Quizzes erstellen können, die dann die Kinder der Klasse bearbeiten müssen. Eine große Aufgabenvielfalt, eine übersichtliche Darstellung der Ergebnisse und eine Feedbackmöglichkeit wären traumhaft. Wer kennt sowas?
Bis dahin überlege ich im Book Creator Erkläreinheiten zu erstellen, die ich dann mit Übungsaufgaben/ Zwischentests in Forms verlinken kann. Ideen dazu habe ich schon, über weitere Anregungen würde ich mich sehr freuen.

2 Kommentare zu „Stolperstein III – flipped classroom mit MS Forms, Book Creator & Co

  1. Hallo! Ich bin ein großer Fan der Flipped Classroom-Methode. Wie wäre es z.B. mit einem In-Flip? Wir könnten uns auch gerne mal persönlich austauschen. Liebe Grüße, Kathrin

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